Tiergestützte Förderung in der interdisziplinären Frühförderung
- ASa

- vor 5 Tagen
- 3 Min. Lesezeit
Warum Tiere Entwicklung auf besondere Weise ermöglichen
Die interdisziplinäre Frühförderung (IFF) verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz: Kinder in ihrer Entwicklung zu unterstützen bedeutet, unterschiedliche Zugänge zu nutzen – motorisch, emotional, sozial und kognitiv.
Ein besonders wirkungsvoller Baustein dabei sind tiergestützte Angebote, die wir bereits an mehreren unserer Standorte fest in den Förderalltag integriert haben.
Tiergestützte Angebote in der IFF: Nähe, Beziehung und Motivation

An verschiedenen Standorten der IFF arbeiten wir bereits erfolgreich mit Hundetherapie und Begleithunden. Hunde schaffen häufig einen unmittelbaren Zugang zu Kindern – sie können motivierend, angstlösend wirken und bei manchen auf natürliche Weise Interaktion und Kommunikation fördern.
Viele Kinder, für die tiergestützte Therapie in Frage kommt, erleben:
schnelle Erfolgserlebnisse
positive Beziehungserfahrungen
gesteigerte Motivation zur Mitarbeit
Gerade in Situationen, in denen Sprache, Aufmerksamkeit oder Kooperation herausfordernd sind, können Tiere Brücken bauen, die klassische Methoden allein oft nicht erreichen.
Erweiterung unseres Angebots: Heilpädagogisches Reiten
Mit unserer Kooperation mit dem LangOhr Hof – Heilpädagogisches Reiten und Eselbegegnungen erweitern wir dieses Spektrum gezielt um ein weiteres, besonders intensives Setting: das heilpädagogische Reiten.
Was ist heilpädagogisches Reiten?
Die Heilpädagogische Förderung mit dem Pferd (HFP) ist ein Fachbereich des therapeutischen Reitens. Im Mittelpunkt steht nicht das Reitenlernen, sondern die ganzheitliche Entwicklung des Kindes.
Das Pferd wird dabei bewusst als Co-Pädagoge eingesetzt: Es reagiert unmittelbar auf Körpersprache und Emotionen und ermöglicht Lernen über Bewegung, Beziehung und Erfahrung.
Warum das Pferd eine besondere Wirkung hat
Das heilpädagogische Reiten unterscheidet sich deutlich von anderen Förderformen:
Rhythmische Bewegung: Die dreidimensionalen Bewegungsimpulse des Pferdes fördern Gleichgewicht, Koordination und Körperspannung.
Körpererfahrung: Kinder passen sich intuitiv an die Bewegung an und erleben ihren Körper neu
Nonverbale Kommunikation: Beziehung entsteht über Haltung, Spannung und Bewegung – nicht nur über Sprache
Unmittelbares Feedback: Das Pferd reagiert ehrlich und klar auf das Verhalten des Kindes
Diese Kombination kann das Setting besonders hilfreich machen – vor allem für Kinder, die über klassische therapeutische Zugänge schwer erreichbar sind.
Ganzheitliche Förderung auf mehreren Ebenen
Die HFP spricht gleichzeitig verschiedene Entwicklungsbereiche an:
Emotional: Selbstvertrauen, Selbstwertgefühl, Umgang mit Gefühlen
Sozial: Empathie, Beziehungsfähigkeit, Vertrauen
Motorisch: Gleichgewicht, Koordination, Körperspannung
Wahrnehmung: Körpergefühl und Tiefensensibilität
Kognitiv: Aufmerksamkeit, Konzentration und Planung
Diese Mehrdimensionalität passt ideal zum interdisziplinären Ansatz der Frühförderung.
Für wen ist das Angebot geeignet?
Heilpädagogisches Reiten kann insbesondere für Kinder sinnvoll sein, die:
Entwicklungsverzögerungen zeigen
Schwierigkeiten im Sozialverhalten haben
unter Konzentrationsproblemen oder AD(H)S leiden
Wahrnehmungs- oder Koordinationsprobleme haben
sprachliche Entwicklungsverzögerungen aufweisen
im Autismus-Spektrum sind
emotional belastet sind (z. B. Stress, Trauer)
Auch Kinder, die sich in klassischen Therapiesituationen schwer öffnen oder bereits „therapiemüde“ sind, profitieren häufig von diesem Zugang. Wer wirklich davon profitieren kann, lässt sich am besten im Gespräch mit der Spezialistin klären.
Haltung in der Arbeit: Beziehung vor Leistung
Wie in der gesamten Frühförderung steht auch im heilpädagogischen Reiten das Kind im Mittelpunkt – mit seinen individuellen Stärken, seinem Tempo und seinen Bedürfnissen.
Die Arbeit basiert auf:
Wertschätzung und Annahme
Beziehung auf Augenhöhe
Freiwilligkeit
Förderung von Selbstwirksamkeit
Diese Grundhaltung bildet die Basis für nachhaltige Entwicklungsprozesse.
Unsere Kooperationspartnerin: Hanna Koßatz
Am LangOhr Hof arbeitet Hanna Koßatz mit viel Fachwissen, Erfahrung und einer klar ressourcenorientierten Haltung.
Neben der Arbeit mit Pferden spielen auch Eselbegegnungen eine wichtige Rolle: Esel sind ruhige, geduldige Tiere, die besonders fein auf Kinder reagieren und oft einen niedrigschwelligen Einstieg in die tiergestützte Förderung ermöglichen.
Hanna Koßatz bietet nicht nur in der IFF Unterstützung im ZM an. Auch über unsere ZM Academy, an der wir auch unsere ZM Spezialisten als Führungskraft im Sozial- und Gesundheitswesen ausbilden, spielt sie eine Rolle.
Zu Beginn der anderthalb jährigen Weiterbildung konnten sich die Kolleg*innen angeleitet von Hanna, auf einer ganz anderen Ebene, als Führungskraft erleben.


Mehr als Förderung: Angebote auch außerhalb der IFF
Der LangOhr Hof bietet zusätzlich regionale Ferienprogramme und Gruppenangebote an. Diese schaffen einen weiteren Rahmen, in dem Kinder positive Erfahrungen mit Tieren sammeln können – spielerisch, gemeinschaftlich und ohne therapeutischen Fokus.
Direkter Kontakt zu Hanna Koßatz:
Gemeinsam neue Wege eröffnen
Tiergestützte Angebote erweitern die Möglichkeiten der Frühförderung auf besondere Weise:
Sie können ggf. Zugänge schaffen, wo Worte fehlen, Kinder in ihrem Erleben stärken und bei passender Indikation in der Entwicklung ganzheitlich fördern.
Mit der Kombination aus bestehenden Angeboten (z. B. Hundetherapie) und neuen Kooperationsformen wie dem heilpädagogischen Reiten können wir noch individueller auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen.
Interesse geweckt?
Wenn Sie sich vorstellen können, dass ein tiergestütztes Angebot Ihr Kind in seiner Entwicklung unterstützen kann, sprechen Sie uns gerne an.
Gemeinsam schauen wir, welches Setting am besten passt – im Zentrum Mensch,
mit Hund oder mit Pferd und Esel.
👉 Kontaktieren Sie uns für eine individuelle Beratung.









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