Wie Eltern ihr Grundschulkind gezielt unterstützen können
- ASa

- 30. Apr.
- 2 Min. Lesezeit
Mathematik ist für viele Kinder im Grundschulalter eine echte Herausforderung.
Während einige Zahlen und Muster intuitiv erfassen, kämpfen andere mit grundlegenden Konzepten wie Mengenverständnis oder Rechenstrategien.
Genau hier setzt die Lerntherapie an – individuell, strukturiert und kindgerecht.

Was ist Lerntherapie in der Mathematik?
Lerntherapie ist mehr als klassische Nachhilfe. Sie richtet sich gezielt an Kinder mit anhaltenden Schwierigkeiten im Fach Mathematik, oft auch im Zusammenhang mit einer Dyskalkulie (Rechenschwäche).
Der Fokus liegt nicht nur auf dem „richtigen Ergebnis“, sondern auf dem Verstehen von mathematischen Zusammenhängen.
Lerntherapie arbeitet häufig mit:
anschaulichen Materialien (z. B. Würfel, Zahlenstrahl)
individuellen Lernstrategien
emotionaler Stabilisierung (Abbau von Frust und Angst)
Typische Lernschwierigkeiten in der Grundschule
Fehlendes Mengenverständnis
Kinder können Zahlen aufsagen, aber nicht verstehen, dass z. B. die „5“ für eine konkrete Menge steht. Das führt zu Problemen beim Rechnen.
Zählendes Rechnen statt Strategien
Viele Kinder zählen bei jeder Aufgabe wieder bei eins los, statt effizientere Strategien zu nutzen (z. B. „weiterzählen“ oder Zerlegen von Zahlen).
Schwierigkeiten mit dem Zahlenraum
Der Übergang vom Zahlenraum bis 10 zu größeren Zahlen (bis 100 oder 1000) ist oft ein kritischer Punkt.
Rechenoperationen werden nicht verstanden
Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division werden mechanisch angewendet, ohne das dahinterliegende Konzept zu verstehen.
Matheangst und Frustration
Negative Erfahrungen führen schnell zu Vermeidungsverhalten („Ich kann das eh nicht“), was den Lernprozess zusätzlich blockiert.
Konkrete Tipps für Eltern
Verständnis vor Tempo stellen
Verzichte auf Zeitdruck. Wichtiger als schnelles Rechnen ist, dass dein Kind den Lösungsweg versteht.
Alltag nutzen
Mathematik steckt überall:
Beim Einkaufen (Preise vergleichen)
Beim Kochen (Mengen abmessen)
Beim Spielen (Würfeln, Zählen)
So wird Mathe greifbar und sinnvoll.
Mit Material arbeiten
Greifbare Hilfsmittel helfen enorm:
Rechenstäbchen
Würfel
Zahlenstrahl
Diese fördern das visuelle und haptische Lernen.
Fehler als Lernchance sehen
Statt Fehler zu korrigieren, frage:
„Wie bist du darauf gekommen?“
„Kann man das auch anders lösen?“
Das stärkt das mathematische Denken.
Kleine Schritte planen
Überforderung blockiert. Besser:
kurze Lerneinheiten (10–15 Minuten)
klare, erreichbare Ziele
Selbstvertrauen stärken
Lobe den Lernprozess, nicht nur das Ergebnis:
„Du hast dir eine gute Strategie überlegt“
„Du bist drangeblieben“
Wann ist Lerntherapie sinnvoll?
Eine professionelle Lerntherapie kann hilfreich sein, wenn:
die Schwierigkeiten über längere Zeit bestehen
dein Kind starke Frustration oder Angst entwickelt
trotz Üben kaum Fortschritte sichtbar sind
Ein*e Lerntherapeut*in erstellt dann einen individuellen Förderplan, der genau auf die Bedürfnisse Ihres Kindes abgestimmt ist.
Mathematische Schwierigkeiten in der Grundschule sind keine Seltenheit – aber sie sollten ernst genommen werden. Mit der richtigen Unterstützung, viel Geduld und einem verständnisorientierten Ansatz kann dein Kind Schritt für Schritt Sicherheit im Umgang mit Zahlen entwickeln.
Wenn du merkst, dass dein Kind dauerhaft kämpft, ist Lerntherapie keine „letzte Option“, sondern eine gezielte Chance für nachhaltiges Lernen.

Im Zentrum Mensch arbeiten Lerntherapeut*innen an mehreren Standorten (z.B. Gaggstatt, Crailsheim Jagstbrückenhochhaus, Ilshofen...).
Die Lerntherapie ist eine Selbstzahlerleistung, die leider nicht von Kassen bezuschusst wird.
Unsere Lerntherapeutin Mareike Hanselmann hat derzeit noch freie Plätze in der Lerntherapie für den Bereich der Mathematik.
Unverbindlich Kontakt aufnehmen:
Weitere Selbstzahlerangebote für Familien im ZM: Flyer









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