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Logopädie im Zentrum Mensch und IFF Crailsheim: Kommunikation als Schlüssel zur Welt

  • Autorenbild: ASa
    ASa
  • vor 1 Tag
  • 2 Min. Lesezeit

Ich hatte die Gelegenheit, mit der Logopädin Lilli Messerschmidt aus dem Zentrum Mensch und dem IFF im Jagstbrückenhochhaus in Crailsheim zu sprechen, die mir wertvolle Einblicke in ihre Arbeit gegeben hat.



Was ist Logopädie?

Viele denken bei Logopädie nur an das Erlernen der richtigen Aussprache, doch das Fachgebiet umfasst weit mehr. Frau Messerschmidt erklärt: „Logopädie beschäftigt sich mit Sprache, Sprechen, Stimme und Schlucken. Es geht darum, Kommunikationsfähigkeiten zu fördern und Menschen zu helfen, ihre sprachlichen Herausforderungen zu überwinden.“

Gerade bei Kindern ist eine frühzeitige Unterstützung wichtig, um ihre Sprachentwicklung optimal zu begleiten. Dabei wird individuell geschaut, welche Förderung notwendig ist.


Wann ist der richtige Zeitpunkt für Logopädie?

Eltern fragen sich oft, ob ihr Kind einfach nur „etwas länger braucht“ oder ob eine logopädische Therapie notwendig ist. Frau Messerschmidt sagt: „Wenn Kinder mit vier Jahren kaum verständlich sprechen, wenn sie häufig stottern oder wenn sie Schwierigkeiten haben, Laute richtig zu bilden, kann Logopädie sinnvoll sein.“ Auch Probleme beim Schlucken oder eine auffallend heisere Stimme können ein Zeichen dafür sein, dass Unterstützung notwendig ist.

Der erste Schritt ist meist ein Besuch beim Kinderarzt oder der Kinderärztin, die eine Überweisung für die Logopädie ausstellen kann. Auch Kitas und Schulen geben oft wertvolle Hinweise, wenn sie Sprachauffälligkeiten bemerken.


Die häufigsten Gründe für eine logopädische Therapie

Kinder kommen aus unterschiedlichen Gründen zur Logopädie, darunter:

  • Artikulationsstörungen (z. B. Lispeln oder Probleme mit bestimmten Lauten)

  • Sprachentwicklungsverzögerungen (z. B. geringer Wortschatz oder falsche Satzbildung)

  • Stottern oder Poltern

  • Stimmstörungen (z. B. chronische Heiserkeit)

  • Schluckstörungen (z. B. falsches Schluckmuster, das die Zahnstellung beeinflusst)

Im Zentrum Mensch und dem IFF im Jagstbrückenhochhaus in Crailsheim arbeiten Logopäd*innen interdisziplinär mit anderen Fachbereichen zusammen, um die bestmögliche Förderung für jedes Kind zu gewährleisten.


Praxisbeispiel: Das Pusten durch den Strohhalm

Um die Mundmuskulatur zu stärken und die Atmung zu verbessern, nutzen Logopäd*innen spielerische Übungen. Frau Messerschmidt zeigte mir eine einfache, aber effektive Methode: das gezielte Pusten durch einen Strohhalm, um eine Wattekugel ins Ziel zu bringen. Diese Übung hilft Kindern, die Mundmotorik zu trainieren und die Aussprache zu verbessern – und macht gleichzeitig Spaß!


Es kann auch variiert werden: Kerzen auspusten, Seifenblasen, Wassermalfarbe auf einem Blatt Papier pusten…



Wie Eltern zu Hause unterstützen können

Logopädische Therapie allein reicht oft nicht aus – regelmäßiges Üben im Alltag ist entscheidend. Frau Messerschmidt empfiehlt: „Eltern können spielerische Sprachübungen in den Alltag einbauen, wie gemeinsames Reimen, Bilderbücher anschauen und darüber sprechen oder lustige Zungenbrecher ausprobieren. Wichtig ist, dass es Spaß macht und kein Druck entsteht.“


Fazit

Mein Gespräch mit Frau Messerschmidt hat mir gezeigt, wie wichtig Sprache für die Entwicklung eines Kindes ist und wie viel Freude Logopädie machen kann. Eine frühzeitige Unterstützung kann entscheidend sein, um Sprachbarrieren abzubauen und die Kommunikationsfähigkeit zu stärken.

Falls Sie denken, dass Logopädie Ihrem Kind helfen könnte, sprechen Sie mit Ihrer Kinderärztin oder Ihrem Kinderarzt. Die Krankenkasse übernimmt in der Regel die Kosten.


Wenn Sie Fragen zur Logopädie haben, melden Sie sich unkompliziert über unseren Kontakt oder wählen Sie den passenden Standort aus.

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