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"Die Macht des Führungsstils": Einfluss auf Mitarbeiter*innen, Team und Unternehmenskultur

Der Führungsstil in einem Unternehmen oder einer Organisation bezieht sich auf die Art und Weise, wie ein Führungsverantwortliche/r seine Mitarbeiter*innen leitet, beeinflusst und motiviert, um gemeinsame Ziele zu erreichen. Dieser Stil kann autoritär, demokratisch, laissez-faire oder transformational sein und spielt eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung der Arbeitskultur und dem langfristigen Erfolg eines Unternehmens.



Warum ist der Führungsstil wichtig? Ein effektiver Führungsstil ist von entscheidender Bedeutung für den Erfolg eines Unternehmens aus mehreren Gründen:

  1. Motivation und Engagement der Mitarbeiter*innen: Ein angemessener Führungsstil kann die Mitarbeitermotivation und -beteiligung steigern, was zu einer höheren Produktivität und einer positiven Arbeitsumgebung führt.

  2. Teamarbeit und Zusammenarbeit: Der Führungsstil beeinflusst die Teamdynamik und die Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeiter*innen, was wiederum die Effizienz und Effektivität des Teams beeinflusst.

  3. Ergebnisorientierung und Unternehmenskultur: Ein guter Führungsstil kann zur Entwicklung einer Unternehmenskultur beitragen, die auf klaren Zielen, Innovation, Offenheit und einer lernenden Organisation basiert.


Drei Perspektiven zum Führungsstil:

  1. Peter Drucker - Transformational Leadership: Peter Drucker, ein bekannter Managementexperte, betonte die Bedeutung des transformationalen Führungsstils, bei dem Führungskräfte ihre Mitarbeiter*innen inspirieren und motivieren, über ihre individuellen Interessen hinaus für das Wohl des Unternehmens zu arbeiten. Dieser Ansatz schafft eine kohäsive Unternehmenskultur und steigert die Produktivität durch persönliches Engagement.

  2. Warren Bennis - Charismatische Führung: Warren Bennis, ein Pionier in der Führungspsychologie, hob die Bedeutung charismatischer Führung hervor, bei der Führungskräfte mit einer klaren Vision und Leidenschaft ihre Teams inspirieren. Charismatische Führung fördert Vertrauen und Bindung innerhalb des Teams, was zu einer höheren Leistung und Mitarbeiterzufriedenheit führt.

  3. Daniel Goleman - Emotional Intelligence in Leadership: Daniel Goleman, bekannt für seine Forschung über emotionale Intelligenz, betonte die Relevanz emotionaler Intelligenz für effektiven Führungsstil. Ein emotional intelligenter Führungsstil berücksichtigt die Gefühle, Bedenken und Motivationen der Mitarbeiter*innen und trägt zur Schaffung einer positiven und produktiven Arbeitsumgebung bei.

👉Die Führungskonzepte von Peter Drucker, Warren Bennis und Daniel Goleman betonen jeweils entscheidende Aspekte der wirksamen Führung. Drucker betont den transformationalen Führungsstil, der Mitarbeiter zur kooperativen Zusammenarbeit und höherer Produktivität motiviert. Bennis legt den Fokus auf charismatische Führung mit klaren Visionen und Leidenschaft, um Vertrauen, Bindung und Zufriedenheit im Team zu fördern. Goleman hebt die Bedeutung emotionaler Intelligenz hervor, die darauf abzielt, die Gefühle und Motivationen der Mitarbeiter zu verstehen und eine positive Arbeitsumgebung zu schaffen

Studie im Zusammenhang mit der Führungsrolle:

Wie sieht richtige Führung im Zuge der Digitalisierung aus?


Für eine Studie führten StepStone und Kienbaum im ersten Quartal 2018 eine Online-Befragung durch. Rund 13.500 Fach- und Führungskräfte nahmen daran teil, darunter etwa 3.600 Abteilungs- oder Teamleiter*innen sowie rund 1.300 Bereichs- oder Geschäftsleiter*innen.


In dieser Untersuchung hat man festgestellt, dass Fachkräfte klare Vorstellungen davon haben, wie sie gerne von ihren Vorgesetzten geführt werden wollen. Eine große Mehrheit, nämlich 94 Prozent, bevorzugt eine Führungskraft, die als Vorbild dient, eine klare Vision hat und ihre Teammitglieder motiviert. Dieser Führungsstil wird auch als transformationale Führung bezeichnet.

Ebenso sind Führungskräfte beliebt, die klare Ziele setzen und hilfreiches Feedback geben (strategische Führung, 88 Prozent). Außerdem schätzen die Mitarbeiter*innen Vorgesetzte, die werteorientiert handeln, die Selbstständigkeit fördern und Verantwortungsbewusstsein zeigen (ethische Führung, 84 Prozent).

Die Studie zeigt auch, dass eine Verbindung von transformationaler und strategischer Führung mit digitaler Expertise die Innovationsleistung und das Engagement der Mitarbeiter*innen steigert.

Allerdings bewerten die meisten Mitarbeiter*innen ihre Vorgesetzten negativ: Nur 29 Prozent sehen sie als strategische Führungskräfte, 21 Prozent als transformational. Lediglich 10 Prozent stimmen zu, dass ihre Vorgesetzten ethisch führen. Stattdessen gibt über die Hälfte an, von einem direktiven Vorgesetzten geführt zu werden, der strikte Anweisungen erwartet.


💡Die Digitalisierung und Marktveränderungen erfordern eine Neugestaltung der Organisationsstrukturen, wobei Führungskräfte sich neu positionieren müssen. Der traditionelle Führungstyp mit strengen Anweisungen und Überwachung wird seltener. Führungskräfte sollten effektiv und mit Fokus auf die Mitarbeiter*innen agieren, ihre individuellen Bedürfnisse berücksichtigen und ihre persönliche Entwicklung fördern.



🧡 Im Zentrum Mensch wird ein kooperativer und kollegialer Führungsstil gelebt.




Quellen: Buch "Organizational Behavior" von Stephen P. Robbins und Timothy A. Judge (2018)





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