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Trauer begleiten und Trauer empfinden

Das Sterben, der Verlust und die damit einhergehende Trauer gehört zum Menschen dazu.

Wenn es auch ein eher unangenehmes Thema ist, das wir häufig scheuen.


Trauer zu empfinden und zu begleiten ist ein wichtiger Bestandteil des menschlichen Lebens.

Der Verlust eines geliebten Menschen gehört zu den schmerzlichsten Erfahrungen, die das Leben bereithält. Die damit verbundenen Gefühle können überwältigend sein und jede/r, der/die Trauer empfindet, durchläuft eine individuelle Verarbeitungsphase.

Es besteht kein Zweifel daran, dass Trauer ein schwieriger und schmerzhafter Prozess ist.


Trauer empfinden

Der Tod eines geliebten Menschen kann eine der schwierigsten Erfahrungen im Leben eines Menschen sein. Wenn man sich in einer solchen Situation befindet, kann es schwierig sein, die richtigen Worte zu finden oder zu wissen, wie man mit der Trauer umgeht.

Wut gehört zur Trauer dazu, es weckt Energie und diese Energie wird für das Trauern benötigt. (um den Zustand zu überstehen)

"Die Wut kommt erst einmal mit beeindruckender Wucht an, es ist aber wichtig, zu verinnerlichen was da alles drunter steckt, und diese Bedürfnisse zu stillen. Ist das erkannt, lösen sich oft auch die starken Gefühle und eine dynamische Entwicklung der Trauer ist möglich." (Anemone Zeim, 2020)


Phasen der Krankheitsverarbeitung nach Elisabeth Kübler - Ross

1. Nicht - Wahrhaben - Wollen, Schock und Überforderung.

2. Aufbrechende Emotionen, Überkompensation, Agieren und Aktionismus.

3. Verhandeln, Depression, Ermüdung, Trauer.

4. Anpassung an die Realität, Akzeptanz, neuer Selbst- und Weltbezug.


Trauer begleiten

In der Trauer zu helfen, kann eine große Herausforderung sein. Man möchte die trauernde Person nicht ärgern oder die Situation schlimmer machen. Oft ist es so, dass der Helfer*in abgelehnt wird. In vielen Fällen kann der/die Trauernde nicht ertragen (Neidzustand), dass der Helfer*in keinen Schicksalsschlag erleben musste und die Energie hat zu begleiten/unterstützen.


Was kann ich machen wenn ich traurig bin?

Lassen Sie Ihre Gefühle zu, es ist vollkommen normal, traurig zu sein und zu weinen. Reden Sie mit anderen (Freunden, Familie oder einem Therapeut*in) über ihre Gefühle. Es kann helfen, Ihren Schmerz zu lindern und Ihnen Unterstützung zu bieten. Nehmen Sie sich Zeit, es gibt keine Frist für den Heilungsprozess.

Wenn Sie traurig sind, kann es helfen, nach Trost zu suchen. (Bücher lesen, Musik hören, Beten)

Suchen Sie professionelle Hilfe, wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie allein nicht weiterkommen. Ein Therapeut*in oder Berater*in kann Ihnen helfen, Ihre Gefühle zu verstehen und Unterstützung bieten, um mit Ihrem Verlust fertig zu werden.


Was kann ich machen wenn mein Angehöriger traurig ist?

Wenn Sie mit einem traurigen Angehörigen leben, können Sie sich hilflos und überfordert fühlen, besonders wenn Sie nicht wissen, wie Sie helfen können. Es gibt jedoch einige Schritte, die Sie ergreifen können, um ihnen in ihrer schwierigen Zeit zu helfen.

Beginnen Sie damit, ihnen zuzuhören und sie zu ermutigen, ihre Gefühle auszudrücken. Es ist wichtig, dass sie wissen, dass sie gehört werden und dass ihre Gefühle gültig sind. Zeigen Sie Ihrem Angehörigen, dass Sie verstehen, dass er/sie traurig ist und dass Sie für ihn/sie da sind.

Trauer braucht Zeit und jeder trauert anders. Seien Sie geduldig und geben Sie Ihrem Angehörigen den Raum, den er/sie braucht, um durch diese schwierige Zeit zu kommen.

Manchmal kann es schwierig sein, alltägliche Aufgaben zu erledigen, wenn man traurig ist. Bieten Sie Ihrem Angehörigen praktische Hilfe an, z.B. beim Einkaufen oder bei der Hausarbeit.

Nehmen Sie sich Zeit für gemeinsame Aktivitäten, die ihnen Freude bereiten, wie z.B. Spaziergänge im Freien oder das gemeinsame Zubereiten von Mahlzeiten. Es ist auch wichtig, dass sie professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, wenn ihre Traurigkeit anhält.


Wie begleite ich Kinder, wenn sie traurig sind?

Kinder können sehr intensiv auf ihre Gefühle reagieren. Wenn sie traurig sind, kann es schwierig sein, ihnen zu helfen und sie zu trösten. Es gibt jedoch einige Dinge, die man tun kann, um Kinder zu unterstützen, wenn sie traurig sind. Eine Möglichkeit ist, ihnen zuzuhören und ihre Gefühle zu akzeptieren. Kinder sollten wissen, dass es in Ordnung ist, traurig zu sein und dass ihre Gefühle wichtig sind. Sie sollten auch ermutigt werden, über ihre Gefühle zu sprechen und sich auszudrücken, sei es durch Zeichnungen, Geschichten oder Gespräche. Eine weitere Möglichkeit ist, gemeinsam Aktivitäten zu unternehmen, die ihnen Freude bereiten, wie beispielsweise Basteln, Malen, Backen, Spiele spielen oder Spaziergänge in der Natur. Auch Zeit mit anderen Kindern zu verbringen oder mit einem Haustier zu spielen, kann helfen, die Stimmung zu heben und das Gefühl von Gemeinschaft und Zuneigung zu vermitteln. Schließlich sollten Kinder darin unterstützt werden, positive und gesunde Bewältigungsstrategien zu erlernen, die ihnen helfen, mit ihren Emotionen umzugehen. Dazu zählen beispielsweise Bewegung, Entspannungstechniken oder das Schreiben von Tagebüchern. Mit der richtigen Unterstützung können Kinder lernen, ihre Traurigkeit zu überwinden und gestärkt aus schwierigen Situationen hervorzugehen.



(Anemone Zeim, 2020)




Quelle:

https://beerdigungsinstitut-gebauer.de/artikel/10-Tipps-im-Umgang-mit-Trauernden.html


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