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Was, wenn mein Kind traurig ist?

Idee des Monats aus der Frühförderung


Traurigkeit bei Kindern kann aus den verschiedensten Gründen hervorgerufen werden. Der Umgang damit, kann für Eltern herausfordernd sein. Kleinere Kinder verstehen in der Regel selbst ihre eigenen Emotionen nicht. Umso wichtiger ist es, dass Eltern, die Traurigkeit des Kindes definieren und zuordnen.


Viele Gründe können dazu führen, dass ein Kind traurig ist:

- Verletzungen

- Fehler

- Verlorenes Spielzeug/ Gegenstand

- Nicht genug Zeit mit den Eltern verbracht

- Ablehnung...


Die Emotionen des Kindes definieren

Wenn Sie als Elternteil Ihr Kind dabei unterstützen möchten, dass er/ sie Kontrolle über die eigene Traurigkeit gewinnt, dann ist es wichtig, die Emotionen Ihres Kindes zu benennen.


Ein Kind kann seine/ihre Empfindungen (möchte allein sein, hat Schmerzen etc.) nicht unbedingt artikulieren. Hier sollten Sie als Elternteil ihr Kind entlasten, indem Sie Sätze sagen, wie „Du siehst traurig aus“. So ein Satz kann dem Kind helfen seine Traurigkeit zu erkennen und ihm/ ihr wird auch klar, dass er /sie nicht mit unangenehmen Emotionen alleingelassen ist.


Sobald Sie ihrem Kind dabei helfen seine Gefühle zu benennen und dem Kind klar machen, dass ihn seine Gefühle nicht zu einer schlechten Person machen, fängt das Kind an, sich selbst und seine Gefühle zu akzeptieren. Das Kind erfährt, dass es normal ist, dass man auch mal traurig ist und Traurigkeit eine Emotion ist, dass zu uns Menschen gehört.


Das Gefühl der Traurigkeit ist normal

Oft denken Kinder, dass sie die einzigen Wesen sind, die Traurigkeit empfinden, dementsprechend ist es sehr wichtig, dass Sie Ihrem Kind erklären, dass jeder aus den verschiedensten Gründen traurig sein kann und das Gefühl der Traurigkeit zu uns Menschen gehört.

Wenn Eltern die Emotion Traurigkeit, dem Kind vermitteln, wird das Kind sich nicht mehr isoliert und alleingelassen fühlen. Teilen Sie Ihrem Kind mit, wann und warum Sie sich traurig gefühlt haben oder dass Sie auch mal als Kind aus bestimmten Gründen traurig waren. So erfährt auch Ihr Kind, dass seine Gefühle und Empfindungen normal sind. Außerdem ist es wichtig, dass Sie ergänzen, dass die Traurigkeit etwas vorübergehendes ist.


Die Traurigkeit des Kindes ernst nehmen

Als eine erwachsene Person kommt uns ein verlorenes/vergessenes Spielzeug nicht wichtig vor und wir sehen auch keinen Grund, weshalb uns das traurig machen sollte.


Zum Beispiel entdeckt Max auf der digitalen Uhr, dass die Zahl sich verändert. Er will die alte Zahl zurückhaben und versteht nicht, weshalb das nicht geht. Max ist traurig über seine Entdeckung: die Zeit entzieht sich seiner Kontrolle.


Was uns Erwachsenen vielleicht unrelevant vorkommt, kann bei unseren Kindern große Traurigkeit hervorrufen. Wenn Sie versuchen, die Traurigkeit des Kindes zu verdrängen, „fühlt es sich unwichtig an, als ob sie nicht so gültig wäre wie die von jemand anderem.“ Sie sollten die Traurigkeit ihres Kindes versuchen ernst zu nehmen, auch wenn es Ihnen unbedeutend vorkommt.

Darüber hinaus ist es wichtig, dass Eltern immer ein offenes Ohr für die Kinder haben, so können sie ein Vertrauensverhältnis zu ihrem Kind aufbauen und das Kind traut sich jederzeit mit seinen Problemen zu Ihnen zu kommen, ohne dass Gefühl zu haben, dass er/sie verurteilt wird.


Das Kind nicht aus seinen Gefühlen drängen

Es ist ein Erziehungsfehler, wenn wir versuchen unsere Kinder aus ihrer Traurigkeit zu drängen.

Zum Beispiel sagen Max Eltern "das ist doch nicht so schlimm" - "komm hör auf zu weinen, wir machen jetzt was schönes" - "stell dich nicht so an".

Eltern fällt es schwer, ihr Kind traurig zu erleben, jedoch ist es an der Stelle umso wichtiger geduldig zu bleiben und dem Kind, die Möglichkeit geben, dass er/ sie sich seine Probleme äußern kann.


Wege um aus der Traurigkeit herauszukommen

Eltern sollten versuchen, ihrem Kind Lösungen/Wege anzubieten, damit das Kind nicht mehr traurig ist. Zeigen Sie Zuneigung und versuchen Sie Ihr Kind durch schöne Worte zu beruhigen.


Beispiel:

Wenn Ihr Kind ein Spielzeug verliert, vermeiden Sie Worte wie: „Das war nur ein Spielzeug, ich hole dir ein Neues.“ Sagen Sie lieber: „Du hast dein Spielzeug geliebt … das hat dich traurig gemacht, richtig?

Damit Ihr Kind im Erwachsenenalter glücklich durch die Welt geht, ist es wichtig, dass er/ sie als Kind alle Emotionen von Freunde bis Traurigkeit kennenlernt. „Es sollte bewusst seine Stimmungen erkennen und danach agieren, um ein gesundes Ich zu entfalten.“



Bücher - Tipps:











Ein Ort für meine Traurigkeit (Gabriel Verlag) - besonders gut im Einzelsetting, danach eigenen Ort für die Traurigkeit malen lassen


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Wenn ich traurig bin (Carlsen Verlag) - besonders schön im Gruppensetting: Kinder machen aktiv mit und reflektieren gemeinsam "was mach ich immer, wenn ich traurig bin/ was hilft/ was nicht";


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Quellen:

https://www.netpapa.de/entwicklung/traurigkeit-bei-kindern/














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