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Wie werde ich Osteopath*in?

Osteopath*innen fördern homöostatische Prozesse und erspüren Blockaden, Verspannungen und Mangelzustände in den Faszien und im Gewebe.

Hier erfahren Sie alles, was Sie über den Beruf der Osteopathin/ des Osteopathen wissen müssen — von der Bewerbung bis hin zu Einsatzmöglichkeiten.



Steckbrief: Ostheopath*in, staatlich anerkannt

Art der Ausbildung:

Aus- und Weiterbildung an privaten Osteopathie-Schulen, Studium an Hochschulen

Ausbildungsdauer:

Vollzeit 5 Jahre, Teilzeit 4 Jahre für Ärzt*innen, Physiotherapeut*innen, und Heilpraktiker*innen

Durchschnittsgehalt:

min. 2.400 €, max. 5.600€


Das Berufsprofil: Ostheopath*in

Die Ostheopathie wurde vor über 140 Jahren von dem amerikanischen Arzt Andrew Taylor Still entwickelt. Seitdem wird die Osteopathie kontinuierlich weiterentwickelt.

Ostheopath*innen begegnen Patient*innen auf ganzheitlicher Ebene.

Ihre Kernaufgabe besteht darin, nach der Ursache von körperlichen Beschwerden zu suchen. Der Begriff „Osteon“ kommt aus dem altgriechischen und bedeutet „Knochen“.

Da Ostheopath*innen mit ihren Händen arbeiten, wird die Osteopathie auch manuelle Therapie genannt.

Sie ertasten Problemstellen im Gewebe und nehmen Organe, Faszien und Muskeln wahr. Ziel ist es, die Verspannungen zu lösen und die Selbstheilungskräfte des Körpers wiederherzustellen.

Das Spektrum umfasst die Arbeit mit kleineren Kindern über Jugendliche, Erwachsene oder Senioren.

Generell arbeiten Ostheopath*innen in Arztpraxen, in interdisziplinären Praxen, in Rehabilitationskliniken und Gesundheitszentren.


BEIM ZM SIND EINIGE OSTEOPATH*INNEN TÄTIG - WIR SUCHEN IMMER WIEDER VERSTÄRKUNG!


Die Haupttätigkeiten der/s Osteopath*in umfassen, die osteopathische Untersuchung der Patient*innen, das Feststellen der Blockaden (Bewegungseinschränkungen, Dysfunktionen) und die gesamtheitliche Behandlung, um das körperlich-seelische Wohlbefinden zu steigern. Außerdem ist der Ostheopath*in für Massagen und manuelle Behandlungen zuständig. Sie begleiten den Patient*in von der ersten Behandlung bis hin zur Heilung.


Dem Beruf der/s Osteopath*in wird auch eine pädagogische Funktion zugeordnet. Denn sie zeigen ihren Patient*in verschiedene Übungen, die sie regelmäßig durchführen können, beraten mit Techniken und stehen auch mit Rat und Tat zur Seite, wenn es um Empfehlungen für eine gesunde Lebensweise und Ernährung geht.


Vorteile

  • Beruf mit Zukunft

  • mit Menschen

  • flexible Arbeitszeiten


Nachteile

  • Gebühren für private Institute (Ausbildung)

  • Zwischenmenschliche Herausforderungen

  • langer Ausbildungsweg


Wie werde ich Osteopath*in?

In Deutschland erfolgt die Ausbildung des Osteopath*in an privaten Hochschulen oder privaten Ausbildungsinstituten. Die Ausbildung gibt es sowohl in Vollzeit als auch in Teilzeit (berufsbegleitend).

Vollzeitabsolvent*innen erlernen die Osteopathie innerhalb von fünf Jahren in mehr als 5000 Unterrichtseinheiten. Die berufsbegleitende Ausbildung in Form von Wochenendseminaren eignet sich für Physiotherapeut*innen, Heilpraktiker*innen und Ärzt*innen.

Teilzeitabsolvent*innen erlernen die Osteopathie innerhalb von vier Jahren in mindestens 1.350 Unterrichtseinheiten. Die Ausbildung ist in Theorie und Praxis aufgeteilt und beinhaltet unter anderem Fächer wie, Physiologie, Anatomie und das Erlernen von verschiedenen osteopathischen Techniken.

Die Osteopathie Ausbildung wird mit einer Abschlussprüfung abgeschlossen.


Die Ausbildungskosten inkl. Lehrmaterialien und Prüfungsgebühren belaufen sich zwischen 3.500 und 27.000 Euro. Die Gebühren sind abhängig von der Seminargestaltung und vom Ausbildungsort.

Osteopathie kann auch an Hochschulen studiert werden. Innerhalb von acht Semestern wird den Lernenden, osteopathische Diagnostik, medizinische/biologische Grundlagen, wissenschaftliche Medienkompetenzen und sozialkommunikative Kompetenzen vermittelt.


Welche Fähigkeiten sollten angehende Ostheopath*innen mitbringen?


Kommunikationsfähigkeit ist eine wichtige Fähigkeit für ostheopathisches Tun.

Handlungen aus eigenem Antrieb gut und gerne auszuführen, ist eine Ressource, auf der eine Aus- und Weiterbildung aufbauen kann. Die Fähigkeit zuversichtlich zu handeln ist sehr förderlich für die Tätigkeiten einer Ostheopath*in, die Menschen motivierend in Veränderungen begleitet.

Die Fähigkeit, manuelle Arbeit durchführen zu können, ist auch von großer Bedeutung.


Arbeitgebende: Wer sucht Ostheopath*innen?

Als Ostheopath*in steht die Entscheidung frei, ob mit Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen oder Senioren gearbeitet wird. Ausgebildete Ostheopath*innen finden unter anderem folgende Einsatzorte:

  • Arztpraxen

  • Gesundheitszentren

  • interdisziplinäre Praxen, wie das ZM

  • Rehabilitationskliniken


Gehalt: Was verdienen Ostheopath*innen?

Das Gehalt von Ostheopath*innen ist von der Qualifikation, Berufserfahrung, Spezialisierung, Tätigkeit sowie Größe und Lage der Arbeitgebenden abhängig.

Mindestens sind 2.400 €, maximal 5.600 € zu erwarten.

Einstieg: Aussichten von Ostheopath*innen

Die Osteopathie wird in der deutschen Gesellschaft immer bekannter. Vermehrt arbeiten Ärzte und Fachtherapeuten mit Osteopathen zusammen.

Bewerbung: Womit punkten Ostheopath*innen?

Ostheopath*innen können neben einer aussagekräftigen Bewerbung mit entsprechendem Anschreiben (aus dem die Motivation für die ausgeschrieben Stelle hervorgeht), Lebenslauf und Zeugnissen zusätzlich durch folgende Fähigkeiten überzeugen:

  • Freude am Umgang mit Menschen

  • Keine Berührungsängste bei der manuellen Arbeit

  • Kommunikationsfähigkeit

  • Interesse und Motivation, sich stets weiterzubilden – auch interdisziplinär

  • Gutes Gespür, um Lösungen und Ursachen für die Problemstellungen der Patienten zu finden.

  • Die Fähigkeit zur Selbstreflexion, um selbstkritisch die Grenzen des eigenen Tuns zu erkennen.

Karriere: Aufstiegschancen für Ostheopath*innen?

Ausgebildete Ostheopath*innen können sich im Bereich der Parietalen Ostheopathie, Viszerale Ostheopathie, Kraniale Ostheopathie und Kinderostheopathie spezialisieren.


Arbeitsmarkt: Wie hat sich das Berufsfeld in der Ostheopathie entwickelt?

Die Osteopathie wurde von einem amerikanischen Arzt entwickelt und 1847 in der Öffentlichkeit vorgestellt. In Deutschland ist die Ostheopathie eine relativ junge medizinische Richtung. In den 1950er Jahren wurde es in Deutschland nur einzeln praktiziert und mit der Zeit wurde es stärker verbreitet.


Ähnliche Berufe wie Ostheopath*in:

Masseur*in, Physiotherapeut*in


Quellen:

https://www.studycheck.de/berufe/osteopath

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