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Wie werde ich Lerntherapeut*in?

Lerntherapeut*innen unterstützen Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die zum Beispiel unter Lernstörungen (Lese- und Rechtschreibstörungen und/oder Rechenstörungen) leiden.


Hier erfahren Sie alles, was Sie über den Beruf der Lerntherapeutin/ des Lerntherapeuten wissen müssen — von der Bewerbung bis hin zu Einsatzmöglichkeiten.


Steckbrief: Lerntherapeut*in, staatlich anerkannt

Art der Ausbildung:

Lerntherapeut*in ist kein staatlich geregelter Ausbildungsberuf.

Voraussetzung ist jedoch eine Ausbildung/Weiterbildung oder ein Studium mit pädagogisch-psychologisch, medizinisch oder therapeutischem Schwerpunkt.

Dauer der Weiterbildung:

6. Monate - 3. Jahre

Durchschnittsgehalt:

min. 3.999 €, max. 6.560€


Das Berufsprofil: Lerntherapeut*in

Lerntherapeut*innen diagnostizieren die Symptome der Lernstörungen ihrer Patienten*innen und werten die Ergebnisse aus. Dabei wird die Diagnose von anderen therapeutischen Fachkräften (Ärzt*innen, Psycholog*innen, Ergotherapeut*innen) und das soziale Umfeld des Patienten mit einbezogen. Aus den Befunden werden lerntherapeutische Maßnahmen abgeleitet und dokumentiert. Mit den Patient*innen werden wirksame Lernstrategien und neues Lernverhalten geübt. Ziel ist es, den Betroffenen dazu zu befähigen, dass sie ihre Stärken erkennen, Lernherausforderungen überwinden und Lernkompetenzen entfalten. Langfristig soll Lernmotivation und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten erreicht werden.


Das Spektrum umfasst die Arbeit mit Schulkindern über Jugendliche und Erwachsene.

Generell arbeiten Lerntherapeut*innen in lerntherapeutische Institutionen, Förderschulen/Förderzentren und psychologische Beratungsstellen.

Gemeinsam mit anderen Fachkräften diagnostizieren sie die Schwächen des Patient*in und leiten daraus Fördermaßnahmen ab. Lerntherapeut*innen bieten Schulungen und Seminare im Bereich der Lerntherapie an und beraten Eltern und Angehörige ihrer Patient*innen. Außerdem erledigen sie Organisations- und Verwaltungsaufgaben.

Vorteile

  • kreativ

  • mit Menschen

  • vielfältig


Nachteile

  • zwischenmenschliche Herausforderungen

  • Arbeitszeiten am Nachmittag/ Abend nach Schulende

  • Ausbildung nicht staatlich geregelt


Wie werde ich Lerntherapeut*in?

Lerntherapeut*in ist kein staatlich geregelter Ausbildungsberuf sondern eine Weiterbildung. Um die Tätigkeit als Lerntherapeut*in auszuüben, benötigt man in der Regel eine pädagogische Aus- oder Weiterbildung oder ein Studium im psychosozialen oder therapeutischen Bereich. Die Weiterbildung wird in der Regel in Teilzeit absolviert.

Inhalte, die im Rahmen der Weiterbildung vermittelt werden, sind Modelle der mathematischen Konzepte, Schrift-Sprache Struktur, lösungsorientierte Gesprächsführung, Fördermaßnahmen und Diagnostik. In der Regel wird auch während der Weiterbildung ein Praktikum absolviert, um die gelernten theoretischen Inhalte der Weiterbildung in die Praxis umzusetzen.


Welche Fähigkeiten sollten angehende Lerntherapeut*innen mitbringen?

Neben den fachlichen Kenntnissen, muss ein/e Lerntherapeut*in auch persönliche Eigenschaften mitbringen. Sie müssen Verantwortung für Personen übernehmen.

Als Lerntherapeut*in sollte man auch in der Lage sein, mit Kindern und Jugendlichen, die an Entwicklungsbeeinträchtigungen oder Lern- und Leistungsstörungen leiden, wertschätzend umgehen zu können.

Arbeitgebende: Wer sucht Lerntherapeut*innen?

Als Lerntherapeut*in steht die Entscheidung frei, ob mit Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen oder Senioren gearbeitet wird. Ausgebildete Lerntherapeut*innen finden unter anderem folgende Einsatzorte:

  • lerntherapeutische Praxen/Einrichtungen

  • psychologische Beratungsstellen

  • Förderschulen

  • Förderzentren

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Gehalt: Was verdienen Lerntherapeut*innen?

Das Gehalt von Lerntherapeut*innen ist von der Qualifikation, Berufserfahrung, Spezialisierung, Tätigkeit sowie Größe und Lage der Arbeitgebenden abhängig. Mindestens sind 3.999 €, maximal 6.560 € zu erwarten.


Bewerbung: Womit punkten Lerntherapeut*innen?

Lerntherapeut*innen können neben einer aussagekräftigen Bewerbung mit entsprechendem Anschreiben (aus dem die Motivation für die ausgeschrieben Stelle hervorgeht), Lebenslauf und Zeugnissen zusätzlich durch folgende Fähigkeiten überzeugen:

  • Organisatorische Fähigkeiten

  • Verantwortungsbewusstsein

  • Umgang mit Kindern und Jugendlichen (problembelasteten Menschen)

  • Flexibilität und kreative Methodenvielfalt

  • Hohes Durchsetzungsvermögen

Karriere: Aufstiegschancen für Lerntherapeut*innen?

Wenn man sich als gelernter Lerntherapeut*in weiterbilden möchte, dann bieten sich Spezialisierungen in bestimmen Fachrichtungen an. Darüber hinaus gibt es noch die Möglichkeit ein Studium zu beginnen oder sich mit einer eigenen lerntherapeutischen Praxis selbstständig zu machen.


Ähnliche Berufe wie Lerntherapeut*in:

Lehrer*in, Kinderärzt*in, Schulpsycholog*in, Logopäd*in, Erzieher*in, Heilpädagog*in


Quellen:

https://berufenet.arbeitsagentur.de/berufenet/faces/index;BERUFENETJSESSIONID=IGqKd_Ao-DfmpR-EG2-QxCpYPWneHgFEqB_pHeULwmQvl-uFj3lS!1898167186?

path=null/kurzbeschreibung&dkz=27885&such=Lerntherapeut%2Fin

https://gesundheitsberufe.de/berufsbilder/lerntherapeut/#:~:text=Das%20durchschnittliche%20Gehalt%20als%20Lerntherapeut,2.920%20%E2%82%AC%20brutto%20im%20Monat.

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